Paşalimanı Adası, Balıklı Köyü 114/1, Erdek – Balıkesir. Bewertung und Transformation eines ungenutzten Grundstücks zu einem nachhaltigen, einkommensgenerierenden Lebensraum.
Sehr geehrter Herr Levent Beceriklier,
nach der Vor-Ort-Besichtigung und unserer Bewertung der Immobilie auf dem Grundstück 114/1 im Dorf Balıklı auf der Insel Paşalimanı haben wir festgestellt, dass es sich bei der bestehenden Struktur nicht lediglich um ein altes Haus handelt, das renoviert werden müsste. Bei einer richtigen Planung besitzt die Immobilie das Potenzial, wieder an Wert zu gewinnen und sich zu einem bedeutenden Lebensraum sowie zu einer einkommensgenerierenden Immobilienanlage zu entwickeln.
Bei unserer Bewertung haben wir nicht nur den baulichen Zustand betrachtet, sondern auch die Lage der Immobilie, die Nähe zum Meer, die bestehenden baulichen Rahmenbedingungen, mögliche finanzielle und administrative Risiken, die lokalen Bedingungen, Möglichkeiten nachhaltiger Infrastruktur sowie das zukünftige Nutzungspotenzial gemeinsam betrachtet.
Ein wesentliches Ergebnis der Besichtigung war die Feststellung, dass für die bestehende verlassene Struktur bereits ein Abrissverfahren eingeleitet worden war. Dieser Prozess konnte so geklärt werden, dass die neue Struktur kontrolliert umgesetzt werden kann und eine erhebliche operative und finanzielle Belastung der Immobilie vermieden wird.
Für uns liegt der eigentliche Wert dieses Projekts jedoch nicht nur darin, das alte Gebäude zu entfernen oder durch ein neues Haus zu ersetzen.
Wir sehen hier die Möglichkeit, eine ungenutzte Immobilie unter Bewahrung ihrer eigenen Geschichte und ihres Charakters in einen wieder lebendigen Lebensraum zu verwandeln, der mit nachhaltigen Systemen arbeitet und seinem Eigentümer langfristig zusätzliches Einkommen ermöglichen kann.
RH‑YAD008 — BALIKLI wird deshalb nicht als klassisches Hausbauprojekt verstanden, sondern als Projekt zur Neubewertung, Transformation und wirtschaftlichen Reaktivierung eines Lebensraums.
Ziel ist nicht nur der Bau eines neuen Hauses, sondern die Schaffung eines neuen Lebensraums auf Paşalimanı, der seine Verbindung zur Vergangenheit bewahrt, den Charakter der Insel widerspiegelt und langfristig seinen eigenen wirtschaftlichen Wert entwickeln kann.
Die Katasterdarstellung zeigt die Verbindung des Grundstücks zur Straße, die Grundstücksgrenzen und einen Strommast. Außerdem wird angegeben, dass ein 3,70 m² großer Teil einer Struktur auf dem Nachbargrundstück in das Grundstück Nr. 1 hineinragt.
Paşalimanı Adası verfolgt nach den im Rahmen der Besichtigung erhaltenen Informationen eine neue Richtung im Bereich ökologischer Landwirtschaft und nachhaltiger Entwicklung. Im Juni 2026 wurde nach diesen Informationen ein Projektansatz beschlossen, der unter anderem organische Landwirtschaft, Solarenergie, Abwassermanagement und nachhaltiges Leben umfasst — mit dem erklärten Ziel, die Insel schrittweise zu einer vollständig organisch bewirtschafteten Insel zu entwickeln. Es handelt sich um ein Entwicklungs- und Transformationsvorhaben, nicht um einen bereits erreichten Zustand.
Diese Entwicklung passt in wesentlichen Punkten zu den Grundprinzipien von Rejeneratif Habitat.
Das Konzept einer „organischen Insel" verbindet Boden, Wasser, Energie, Abfallkreisläufe und menschliches Leben innerhalb eines gemeinsamen ökologischen Systems. Für ein nachhaltiges Lebensumfeld sind dabei lokale Produktion und lokaler Verbrauch, geschlossene Ressourcen- und Kompostkreisläufe, erneuerbare Energie, Wassergewinnung, Schutz der Biodiversität sowie sozioökonomische Nachhaltigkeit von Bedeutung.
Das Projekt RH‑YAD008 wird deshalb nicht isoliert als Hausbau betrachtet, sondern als Lebenssystem, das mit der nachhaltigen Entwicklungsrichtung der Insel in Einklang stehen soll.
Angaben zur Ausrichtung Paşalimanıs beruhen auf während der Besichtigung erhaltenen lokalen und öffentlichen Informationen (Stand Juni 2026).
Das zentrale Ziel von RH‑YAD008 — BALIKLI ist die Transformation einer heute wirtschaftlich und funktional ungenutzten Immobilie.
Auf dem Grundstück befindet sich eine im Grundbuch als „Bahçeli Kargir Ev" eingetragene bestehende Struktur.
Bei der Vor-Ort-Besichtigung wurde festgestellt, dass die Struktur:
Statt einer Erhaltung und Renovierung ist vorgesehen, die bestehende Struktur kontrolliert zu entfernen und an ihrer Stelle einen neuen Lebensraum zu entwickeln.
Die Grundfläche der bestehenden Struktur wurde auf ca. 78 m² geschätzt — eine wichtige Referenz für das neue Gebäude.
Während der Besichtigung wurde festgestellt, dass für die bestehende verlassene Struktur zuvor ein Abrissverfahren durch die Gemeinde Erdek eingeleitet worden war.
Nach den während der Besichtigung erhaltenen lokalen Informationen bestand aufgrund der Gefährdung der öffentlichen Sicherheit die Möglichkeit, dass die Gemeinde den Abriss und die Beseitigung der Abfälle durchführen würde, verbunden mit möglichen finanziellen und administrativen Belastungen für die Eigentümer.
Durch die Klärung der Situation und die Darstellung, dass die bestehende Struktur im Rahmen des neuen Projekts kontrolliert entfernt werden soll, konnte dieser Prozess zurückgestellt werden.
Diese Angaben stellen keine abschließende finanzielle Bewertung oder Garantie dar. Sie beruhen auf den während der Besichtigung erhaltenen Informationen und sind vor Umsetzung offiziell zu bestätigen.
Nach den während der Besichtigung erhaltenen Informationen können auf Paşalimanı aufgrund der Tourismussaison bis zum 15. September keine regulären Bauarbeiten durchgeführt werden.
Bis zum 15. September geht es nicht darum, mit dem Neubau zu beginnen, sondern vollständig auf den kontrollierten Rückbau ab dem 16. September vorbereitet zu sein — Rückbauplanung, Team- und Geräteorganisation, Baustellensicherheit, Sortierung und Sicherung der Steine sowie die Planung der unterirdischen Infrastruktur.
Das Grundstück befindet sich etwa 38 Meter vom Meer entfernt. Nach den während der Besichtigung erhaltenen lokalen Informationen wurde die als relevant betrachtete Entfernung für die Bebauung in der Vergangenheit mit etwa 30 Metern angegeben; in späteren Regelungen soll dieser Abstand auf 100 Meter erhöht worden sein. Daher besteht bei einer neuen Bebauung ein mögliches administratives und finanzielles Sanktionsrisiko.
Die Wahl des Bausystems ist deshalb eine der wichtigsten technischen und wirtschaftlichen Entscheidungen des Projekts. Ein Fertigbausystem und eine Gründung mit reduziertem Betoneinsatz könnten diese Belastung nach der aktuellen Bewertung deutlich reduzieren.
Lokale, während der Besichtigung erhaltene Informationen — vor Umsetzung durch zuständige Behörden und technische Fachleute offiziell zu bestätigen.
Ein Sanktionsrisiko bedeutet nicht, dass auf der Insel nicht gebaut wird oder Bauvorhaben nicht genehmigt werden. Der Bau auf der Insel läuft weiter; auf dem Nachbargrundstück von 114/1 wurde ein sechsgeschossiges Gebäude errichtet. Nach den während der Besichtigung erhaltenen Informationen kann die Höhe einer möglichen finanziellen Sanktion mit dem Bausystem und der eingesetzten Betonmenge zusammenhängen.
Während der Besichtigung wurde die Information erhalten, dass hinsichtlich der Genehmigungssituation grundsätzlich kein zentrales Problem für den Bauprozess erkennbar sei. Vor der endgültigen Festlegung von Bausystem, Gründung und architektonischer Lösung müssen jedoch die erforderlichen offiziellen Prüfungen bei den zuständigen Stellen abgeschlossen werden.
Ab dem 16. September 2026 wird die bestehende verlassene Struktur kontrolliert zurückgebaut, zerlegt und sortiert. Die Maßnahme dient nicht nur der Entfernung des alten Gebäudes, sondern der Vorbereitung des Grundstücks für den neuen Lebensraum.
Die beim Rückbau gewonnenen Steine werden sortiert und für eine spätere Trockensteinmauer entlang der Grundstücksgrenzen geschützt.
Parallel werden erste unterirdische Infrastrukturen umgesetzt:
Nach Entfernung der bestehenden Struktur wird die endgültige Entscheidung darüber getroffen, mit welchem Bausystem der neue Lebensraum realisiert wird. Zwei Hauptsysteme können bewertet werden:
Referenzvisualisierungen der Fertigbausysteme Swedish 142 und Barnhouse 147. Die Darstellungen zeigen das Bausystem als Referenz — nicht das fertige Gebäude auf dem Grundstück 114/1.
B) Betonbau — bei dieser Option können architektonische Entwürfe geprüft und ein gewünschtes Modell weiterentwickelt werden.
Parallel werden geeignete Gründungslösungen verglichen: Ortbetonfundament, Beton-/Stahlbetonlösung, Piping-/Tubing-Gründung, verschraubtes Tubing-System sowie weitere geeignete Alternativen.
Entscheidungskriterien sind unter anderem Baukosten, Gründungskosten, mögliche Straf-/Sanktionskosten, Bauzeit, Arbeitsaufwand, Material, Nachhaltigkeit, langfristige Nutzung, Wartung und Einkommenspotenzial.
Am Ende von Phase 2 wird das ausgewählte Bau- und Gründungssystem umgesetzt.
Bei einem Fertighaus: Hausmodell festlegen · Produktion starten · Produktion und Logistik organisieren · Gründung ausführen · Gebäude in die Türkei transportieren · Montage beginnen · technische Systeme installieren · Innen- und Außenarbeiten abschließen · Haus bewohnbar machen.
Bei einem Fertighaus wird angestrebt, das Haus innerhalb von etwa vier Monaten ab endgültiger Produktionsentscheidung bewohnbar zu machen.
Bei einem Stahlbetonbau werden Architektur und Technik, Gründung, Tragwerk, Dach, Fassade, Fenster/Türen, Elektro, Frischwasser und Innenausbau organisiert.
Nach der baulichen Fertigstellung werden nachhaltige Lebenssysteme integriert, die die ökologische und operative Effizienz des Gebäudes erhöhen: Solarenergie, Grauwassermanagement, Regenwassernutzung und ein smartes Managementsystem. Details siehe Abschnitt „Systeme".
Nach Fertigstellung des Hauses und der nachhaltigen Lebenssysteme beginnt die Landschaftsgestaltung. Die während Phase 1 gewonnenen alten Steine werden wiederverwendet — in Trockensteinmauern, an Gartengrenzen, in der Landschaftsgestaltung, rund um das Grundstück.
Diese Phase hat neben ihrer technischen auch eine emotionale und soziale Funktion. Zwischen dem alten Gebäude und dem neuen Haus wird eine Verbindung der Erinnerung geschaffen. Das alte Haus wird nicht verschwinden. Es wird sich verwandeln.
Nach der baulichen Fertigstellung wird das Haus so eingerichtet, dass es den Charakter von Paşalimanı und die eigene Geschichte des Hauses widerspiegelt: Möbel, Beleuchtung, Textilien, dekorative Elemente, Küchenausstattung, Außenmöbel und erforderliche Nutzungsausstattung.
Für die touristische Nutzung sollen die erforderlichen Genehmigungen und Unterlagen abgeschlossen und das Haus für die kommerzielle Nutzung vorbereitet werden. Mögliche Nutzungsmodelle: Airbnb, weitere Plattformen für Kurzzeitvermietung, saisonale Vermietung, monatliche Vermietung.
Das Haus soll über geeignete Systeme aus der Ferne zugänglich und steuerbar werden. Der Eigentümer soll unter anderem Energie, Wasser, Sicherheit, Temperatur und grundlegende Haussysteme aus der Ferne überwachen und geeignete Systeme steuern können.
Während der Besichtigung wurde in einem Gespräch mit dem Dorfvorsteher festgestellt, dass das Projekt positiv aufgenommen wird. Insbesondere die Entfernung der verlassenen Struktur und die Schaffung eines geordneten, hochwertigen und nachhaltigen Lebensraums werden lokal unterstützt — ein wichtiger Vorteil für die lokale Akzeptanz des Projekts.
Die Steine, die ursprünglich beim Bau des alten Hauses verwendet wurden, werden nicht entsorgt.
Dies ist mehr als reine Materialrückgewinnung. Nach Fertigstellung des Hauses werden die Steine für Trockensteinmauern rund um das Grundstück wiederverwendet. So werden die Steine des alten Hauses nicht zu Abfall, sondern bleiben als Teil des neuen Lebensraums erhalten.
Das alte Haus wird nicht verschwinden. Es wird sich verwandeln.
Die Trockensteinmauer ist deshalb nicht nur eine Landschaftsgestaltung. Sie ist die physische Übersetzung der Geschichte zwischen der alten Struktur und dem neuen Lebensraum.
Der Eigentümer kann das Haus selbst nutzen, kurzfristig vermieten, saisonal vermieten oder monatlich vermieten.
Das grundlegende Ziel ist, dass sich die Investition in das Haus möglichst innerhalb von etwa fünf Jahren amortisiert und in den Folgejahren regelmäßiges Zusatzeinkommen für den Eigentümer erzeugt.
Diese Zeitspanne ist keine Garantie. Sie ist ein Ziel der finanziellen Planung und hängt unter anderem von der endgültigen Investitionssumme, Mieteinnahmen, Auslastung, Saison, Betriebskosten, Steuern und Instandhaltungskosten ab.
Vor der letzten Besichtigung der Insel war mein letzter Besuch genau 34 Jahre zuvor. Damals war ich 16 Jahre alt. Die Besichtigung des Grundstücks und des Hauses auf 114/1 wirkte für mich wie eine Zeitkapsel.
Beim Anblick des Hauses erinnerte ich mich an die Momente, in denen wir bei voller Auslastung von Poyrazlı nachts mit Taschenlampen nach Balıklı gingen und dort übernachteten.
Dieses Projekt wird mein achtes Projekt im Rahmen des Konzepts „Yaşam Alanı Değerlendirme" sein. Zuvor habe ich ökologische Dörfer, Boutique-Hotels, private Villen und Off-Grid-Lebensräume bewertet.
Die Geschichten von Orten geben ihrem neuen Leben Tiefe. Gerade im Tourismus können Geschichten ein wichtiger Bestandteil der wirtschaftlichen Attraktivität eines Ortes sein. Gäste verbinden sich mit einem Ort und kehren eher zurück, wenn sie dort eine persönliche und erinnerbare Erfahrung gemacht haben.
Die endgültige Namensentscheidung liegt bei den Eigentümern. Die hier vorgeschlagenen Namen sind eine professionelle und zugleich emotionale Einschätzung und können verändert werden.
Ein eigenständiger und emotionaler Name mit mediterranem / ägäischem Lebensgefühl und dem Charakter eines Ferienhauses. „Casa" bedeutet im Spanischen und Italienischen „Haus". „Folia" hat lateinischen Ursprung und verweist auf Blätter bzw. im botanischen Kontext auf Natur und Grün.
Ein standortbezogener Name, der sich auf Balıklı Köyü und die ungefähre Entfernung von 38 Metern zum Meer bezieht. Der Name ist weniger emotional und stärker kommerziell / ortsbezogen.
Ein wärmerer, natürlicher und lebensbezogener Name. Der Begriff „Yuva" vermittelt das Konzept eines Zuhauses / Nests und kann die Identifikation der Gäste mit dem Ort unterstützen.
Der endgültige Name wird nach Klärung des architektonischen Charakters, der Innenraumgestaltung, der kommerziellen Positionierung und der Vorstellungen der Eigentümer festgelegt.
Zu diesem Zeitpunkt sollen das Haus fertiggestellt, bewohnbar, die nachhaltigen Systeme in Betrieb, die Landschaft und Trockensteinmauer fertig, Möbel und Ausstattung installiert, und die für touristische Nutzung erforderlichen Prozesse abgeschlossen sein — das Haus bereit für Gäste. Der 28. Mai ist deshalb nicht lediglich das Datum des Bauendes, sondern das Datum der operativen Übergabe des Hauses.
Damit gibt es zwei zentrale Übergabepunkte: 28. Mai 2027 — Haus bereit / Projekt operativ abgeschlossen. 1. Juni 2027 — Reservierungen geöffnet / kommerzieller Betrieb gestartet.
Dieses Projekt ist nicht lediglich der Abriss eines alten Hauses und der Bau eines neuen Hauses. Nachhaltigkeit, Lebensqualität, Ortsidentität und wirtschaftlicher Wert bilden gemeinsam das Fundament von RH‑YAD008.
Eine ungenutzte Immobilie in einen neuen Lebensraum zu verwandeln, der seine Verbindung zur Vergangenheit bewahrt, nachhaltig und lebenswert ist und zugleich Einkommen erzeugen kann.